Der Verein SFV Wilmersdorf 1947 e.V.

 

Am 22. März 1947 wurde durch die Spartengemeinschaft ein Antrag an die Alliierte Kommandantur gestellt, den „Sportangler-Verein West 1947 e.V.“ als unpolitische Organisation zu belassen. Als Gründer des Vereins wurden die Herren Fritz Block - 1. Spartenleiter -, Wilhelm Albrecht, Kurt Werth, Walter Weber und Erich Groß bei der britischen Kommandantur und dem Vereinsregister beim Amtsgericht Mitte eingetragen. Die Mitgliederzahl im Jahr 1947 wurde mit 450 aktiven Spartenmitgliedern angegeben. Der Verein wurde mit Satzung einstimmig am 08. Mai 1947 gegründet. Die Anerkennung durch die britische Kommandantur verzögerte sich, da alle Personen auf politische Unbedenklichkeit überprüft wurden. Bei 100 Personen des Vereins bestand politische Bedenklichkeit und diese mussten aus dem Verein ausscheiden.

Die Zulassung erfolgte dann am 01. Oktober 1947 für den britischen Sektor durch die britische Militärregierung. Die Zulassung für Groß Berlin, französischer Sektor und amerikanischen Sektor erfolgte erst am 01. November 1948. Der sowjetische Sektor blieb für den Verein gesperrt. Am 01.03.1949 musste auf Anordnung der alliierten Kommandantur das Wort "Groß Berlin" durch die Worte der drei westlichen Sektoren von Berlin ersetzt werden.

Am 01. November 1948 wurde der Vereinsname beim Amtsgericht Mitte wie folgt neu eingetragen: "Sportangler Verein West 1947 e.V. Berlin-Wilmersdorf".

Der Zweck des Vereins ist, die Mitglieder sportgerecht zu erziehen, über fischereigesetzliche und fischereiwirtschaftliche Notwendigkeiten aufzuklären, für ausreichende Sportmöglichkeiten zu sorgen, Schäden in seinem Fischereibezirk zu unterbinden, sich für Anschaffung von Angelgeräten und Angelliteratur einzusetzen, mit dem Ziel eines grossen einheitlichen Angelvereins.

Der Verein hatte kein eigenes Angelgewässer. Die Folgen des Krieges waren auch im Verein zu spüren. Unter dem 1. Vorsitzenden Zeiske wurde ein Antrag beim Bezirksamt Wilmersdorf gestellt, den Verein nunmehr in "Sportangler Verein SFV Wilmersdorf 1947 e.V. Am 22. März 1947 wurde durch die Spartengemeinschaft ein Antrag an die Alliierte Kommandantur gestellt, den „Sportangler-Verein West 1947 e.V.“ als unpolitische Organisation zu belassen. Als Gründer des Vereins wurden die Herren Fritz Block - 1. Spartenleiter -, Wilhelm Albrecht, Kurt Werth, Walter Weber und Erich Groß bei der britischen Kommandantur und dem Vereinsregister beim Amtsgericht Mitte eingetragen Die Mitgliederzahl im Jahr 1947 wurde mit 450 aktiven Spartenmitgliedern angegeben. Der Verein wurde mit in West 1947 e.V. Berlin Halensee" umzubenennen. Noch im gleichen Jahr wurde am 17.12.1951 nun der Vereinsname in "Sport Fischer Verein Wilmersdorf 1947 e.V." geändert, den er bis zum heutigen Tage, wenn auch in anderer Schreibweise beibehalten hat.

Bis zum Jahre 1966 blieb der Verein ohne eigenes Angelgewässer und eigenes Clubhaus. Die Mitgliederversammlungen wurden in einem Lokal abgehalten. Der Jugendanteil wurde langsam aufgebaut, der Zusammenhalt im Verein war ungebrochen.

Endlich war es soweit; am 09. Mai 1966, also 19 Jahre nach Gründung des Vereins, wurde dem Verein unter dem 1. Vorsitzenden Zeumer ein Grundstück vom Bezirksamt Wilmersdorf in der Koenigsallee 33 Halensee angeboten, direkt an den Wilmersdorfer Seen gelegen. Damit war auch der Grundstock für die Pachtung der Seen Diana-, Koenigs-, Hertha-, Hubertus-, Halensee und Hundekehlesee gelegt.

Die Vereinsmitglieder erbrachten teilweise unvorstellbare Leistungen, um dort eine Clubanlage mit Clubhaus entstehen zu lassen. Auch bleibt zu erwähnen, dass die Frauen dort tatkräftig Hand anlegten. Man war eine große Familie. Boote wurden angeschafft, Bootsstege gebaut, man war stolz, als dieses alles geschafft war. Man feierte dort Vereinsfeste, es wurden Freundschaften mit anderen Vereinen geschlossen, die regelmäßig, über Jahre bis zum heutigen Tage, mit uns an den Seen Hegefischen durchführen. Einmal im Jahr galt der Dank den Alliierten Westmächten, die gerne zum SFV Wilmersdorf zum Angeln kamen. Es bestehen heute noch Freundschaften aus dieser Zeit.

Jetzt konnte endlich daran gedacht werden, eine schlagkräftige Jugend- und Erwachsenenmannschaft aufzubauen, die an Berliner und Deutschen Meisterschaften teilnahmen - mit recht gutem Erfolg. So wurden wir z. B. 1980 Zweiter und im Jahr 1985 Fünfter der Berliner Meisterschaft im Friedfischen.

In den folgenden Jahren wurde der Verein unter dem Vorsitzenden Zeumer von 1966 bis 1967 geführt. Ab 1968 bis 1978 stand der Verein unter dem Vorsitz von Angelfreund Domeiko, ab 1979 bis 1980 unter der Federführung vom Vereinsvorsitzenden Dörbandt. In dieser Zeit baute Wolfgang Feige eine starke Jugend- und Seniorenmannschaft im Casting auf, die etliche Berliner und Deutsche Meistertitel errang. Wolfgang Feige selbst wurde in verschiedenen Disziplinen sogar mehrmals Weltmeister im Casting – wahrscheinlich zu dieser Zeit der erste und einzige Weltmeister Berlins in einer leider wenig bekannten Sportart.

1981 übernahm Sportfreund Axel Wolf das Amt des 1. Vorsitzenden bis zum Jahre 1990. In der Zeit seines Vereinsvorsitzes kam die Kündigung für das Grundstück Koenigsallee 33 im Jahre 1981. Damit verloren unsere Caster – mit ihnen Weltmeister Wolfgang Feige – ihren Trainingsplatz. Die Vereinsmitglieder übergaben am 21.06.1992 das geräumte Grundstück an das Bezirksamt Wilmersdorf, welches dann eine einen öffentlichen Park daraus machte.

Zwischenzeitlich wurde ein neues Domizil an der Herthastrasse 11a, direkt am Hubertussee gelegen, geschaffen. Es konnte am 01.06.1982 bezogen werden. Da die Kosten in den folgenden Jahren stetig stiegen, wurde ein zweiter Verein, mit dem sehr freundschaftliche Beziehungen bestanden, auf dem Grundstück mit angesiedelt.

Im Jahre 1991 übernahm dann der damalige 2. Vorsitzende, Günter Kassube, den ersten Vorsitz. Im November 1995 kündigte wiederum das Bezirksamt Wilmersdorf das Grundstück Herthastraße 11a im Auftrag des Senats von Berlin, das dann am 31.08.1996 geräumt, nach Abriss unseres sehr schönen Vereinsheims und aller Nebenanlagen übergeben wurde. Auf diesem Grundstück wurde ein Domizil für den Botschafter von Kuwait, seine Angehörigen, sowie das Personal geschaffen.

Nach einem Jahr ohne Grundstück, wurde das Teehaus am Hubertussee 1997 zum neuen Vereinsheim. Im Jahre 1999 übernahm der damalige Schriftführer Harald Bröse den ersten Vorsitz, den er heute noch inne hat.

Es bleibt noch anzumerken, dass der Verein seit 1953 dem "Verband Deutscher Sportfischer" angehört. Die Gewässerpacht wurde jeweils für weitere 12 Jahre übernommen. Seit Übernahme der Gewässer zählen die Seen wohl mit zu den bestbesetzten Edelfischgewässern Berlins. Der Besatz erfolgt jährlich nach Absprache und mit Hilfe des Fischereiamtes.

Wir führen im Jahr mehrere gemeinsame Hegefischen innerhalb des Vereins durch. Sieben Hegefischen finden dabei auf unseren 4 Seen der "Wilmersdorfer Seenkette" statt und weitere sieben Hegefischen in verschiedenen Berliner Fließgewässern. Außerdem veranstalten wir mit einigen Vereinen Freundschaftsangeln als gemeinsame Hegemaßnahme.